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Öffentliche Altstadtführungen jeden Samstag vom 2. April bis 29. Oktober 2016, 09:50 - 11:30 Uhr


Öffentliche Führung

Die malerische Zuger Altstadt gibt mit ihren Erkern, bunten Fassaden und kleinen Gassen ein idyllisches Bild ab. Doch die Geschichte der kleinen Stadt am See war bewegter, als ihr beschaulicher Anblick es heute vermuten lässt! 

 

Bei der Führung durch die Altstadt erfahren Sie das Wichtigste über die Geschichte der Stadt Zug, über ihre Höhepunkte und über ihre Katastrophen. Erkunden Sie den charakteristischen Zytturm, das Rathaus mit dem Gotischen Saal, die spätgotische St.-Oswalds-Kirche und einiges mehr. Viel Überraschendes wartet bei diesem Rundgang darauf, entdeckt zu werden: Zum Beispiel, wieso das Leben in der Altstadt früher alles andere als attraktiv war.

 

Die Führung findet bei jedem Wetter statt. 

Besammlung: jeweils 09.50 Uhr beim Zytturm

Kosten: CHF 5.00 pro Person (wird vor Ort eingezogen),
Teilnehmer/Teilnehmerinnen unter 18 Jahren gratis

Anmeldung nicht erforderlich

Schwerpunktführung


Rathaus

Klaus Frick

Stadtführer Klaus Frick wird den Teilnehmenden die besonderen und oft überraschenden Schätze des Zuger Rathauses am Fischmarkt vorstellen. Zwei Räume sind dabei von besonderem Interesse: der Gotische Saal des Rathauses und der Bürgerratssaal.  Der Gotische Saal, seit dem Bau des Rathauses um 1509 weitgehend unverändert, gilt mit seinen Kabinettscheiben und seinen wertvollen Schnitzereien als einer der schönsten profanen Räume  der Zentralschweiz.  Der ein Stockwerk tiefer gelegene Bürgerratssaal birgt mit seinem aus Bologna stammenden Deckengemälde und einem hervorragend erhaltenen, reich bemalten Kachelofen aus der Werkstatt der Gebrüder Pfau in Winterthur zwei Kostbarkeiten ersten Ranges.

 

Die Führung findet bei jeder Witterung statt.

Datum: Samstag 7. Mai 2016

Treffpunkt: 09.50 Uhr beim Zytturm

Kosten: CHF 5.00 pro Person,
Teilnehmer/innen unter 18 Jahren gratis

Anmeldung: nicht erforderlich

Schwerpunktführung


Wirtschaftsgeschichte

Monika Schnider

Marienheim

Schwerpunkte dieser Führung sind:

Kolinplatz/Zollhaus: Vorindustrielle Bedeutung und Beginn der industriellen Fertigung (Florettseide) weitere Entwicklung der Industrie bis heute. 
Fischbrutanstallt: Entstehung und Bedeutung der Fischzucht. Z.B. Rötelfang und Export.
Chriesi-Kanton, IG Chriesi, Kirsch und Kirschtorte
Marienheim: Bedeutung als Unterkunft der Industrie-Gastarbeiterinnen
Casino: Geschichte und Architektur
Seifenfabrik und Seifenproduktion mit Besuch des Stadtgartens

Die Führung findet bei jeder Witterung statt.

Datum: Samstag 28. Mai 2016

Treffpunkt: 09.50 Uhr beim Zytturm

Kosten: CHF 5.00 pro Person, Teilnehmer/innen unter 18 Jahren gratis

Anmeldung: nicht erforderlich

 

 

 

 

Schwerpunktführung


Brunnen

Pauline Hruza

Kolinbrunnen

Bei einem Streifzug durch die Stadt Zug begegnet man zahlreichen Brunnen, vom einfachen Trogbrunnen bis zum kunstvoll aufgebauten, mit Schmuck versehenen Zierbrunnen. Die meisten werden heute durch die Wasserwerke Zug betrieben und betreut. Nach der Einrichtung der zentralen Wasserversorgung in der Stadt Zug im Jahre 1878 verloren die Brunnen als Wasser- und Lebensspender ihre eigentliche Funktion. Deswegen wurden einzelne Anlagen entfernt, andere dagegen weiterhin als Kunstobjekt im Stadtbild gepflegt.

 

Die Führung findet bei jeder Witterung statt.

Datum: Samstag 16. Juli 2016

Treffpunkt: 09.50 Uhr, Zytturm

Kosten: CHF 5.00 pro Person,
Teilnehmer/innen unter 18 Jahren gratis

Anmeldung nicht erforderlich

Schwerpunktführung


Alte Namen in der Stadt Zug

Dr. Peter Ott

Die Führung beschäftigt sich mit sogenannten Örtlichkeitsnamen, also den Namen von einzelnen Stadtteilen, Gassen, Strassen und Plätzen, von Befestigungsanlagen und Kirchen, aber auch von öffentlichen Einrichtungen wie Brunnen usw. Diese Namen sind zum einen Teil altvertraut, weil sie seit Jahrhunderten unverändert geblieben sind, zum andern Teil aber heute nur noch wenigen älteren Einwohnern bekannt, da sie Örtlichkeiten und Einrichtungen bezeichnen, die heute entweder nicht mehr existieren oder im Laufe der Zeit anders benannt worden sind. Es ergibt sich so nicht nur ein Bildausschnitt eines Teils der gegenwärtigen Stadt, sondern noch viel mehr ein Rückblick auf ein während langer Zeit gewachsenes und dabei sich veränderndes Gemeinwesen. Die ältere Stadt, der unser Interesse gilt, umfasst das Gebiet innerhalb der dritten Stadtbefestigung, jener Anlage also, die zwischen 1478 und 1528 entstand. Nach dem Chronisten Werner Steiner konnte man die ganze Befestigung am 22. Oktober 1528 beim Löberentor schliessen. Im Juni 1529, während des Ersten Kappelerkrieges, wurden gemäss Werner Steiner die Stadttore eingehängt und am 16. August 1529 erstmals abgeschlossen.

 

Die Führung findet bei jeder Witterung statt.  

Datum: Samstag, 30. Juli 2016 

Treffpunkt: Zytturm, 09.50 Uhr

Kosten: CHF 5.00 pro Person,
Teilnehmer/innen unter 18 Jahren gratis

Anmeldung nicht erforderlich.

Schwerpunktführung


Frauenspuren – Vom Mittelalter bis zum Frauenrecht

Anita Gamma

Auf dieser Stadtführung «Frauenspuren» erfahren Sie einiges von jungen Mägden an Brunnen und Liebesgeschichten, von seltsamen Frauenspenden zum Kirchenbau St. Oswald, von Arbeit und Haushalt und Frauen vor Gericht, bis zur Neuzeit und vieles mehr. 

 

Die Führung findet bei jeder Witterung statt.

Datum: 3. September 2016

Treffpunkt: 09.50 Uhr beim Zytturm

Kosten: CHF 5.00 pro Person,
Teilnehmer/innen unter 18 Jahren gratis

Anmeldung nicht erforderlich

Schwerpunktführung


Literarische Stadtführung

Donatus Stemmle

 

Vom Untergang und Undergang - Eine literarische Stadt-Führung

 

Vom Gedenkstein Katastrophenbucht führt der Weg über die einstige Vorstadt ins Städtchen Zug. Rechts liegend «besingt» Hans Rudolf Balmer 1947 den See: «Am Abend, da wir vom Berg über die Stadt und See schauen, ist der Himmel blank gefegt, der See liegt da ... ständig geliebt von den Menschen, denen er Schicksal und Heimat ist.» Am Postplatz dann, zwischen Autos und Parkplätzen wähnen wir uns mitten im 19. Jahrhundert. Fünfspännige Postwagen aus Luzern und Zürich halten vor dem Posthaus. «Die Glocken ausserhalb von Falken, Bellevue und Hirschen läuteten zum Diner und die Fremdenführer, deren es in Zug auch einige gab, machten sich ebenfalls an die Touristen heran.» (Franz Keiser) In der Zeughausgasse stehen wir unvermittelt vor dem «Falschmünzer», wie böse Zungen einst behaupteten. Dafür (oder gerade deswegen) hielt der Zuger Barockdichter Weissenbach aus selbigem Haus im 17. Jh. Einzug in die Literatur: «Das Fundament ist Einigkeit die Wohlfahrt bringet Redlichkeit … Frembd Herren Geld ist süsser Klang, allein des Standes Untergang.» Und weiter: «Thu stehlen nit: Bring niemand um, befiehlt Gott allen Christen. Das Letzt betrift den Medicum, das erste den Juristen.» Über die Oswaldsgasse, beim einstigen Korn- oder Zeughaus katapultiert uns entsprechend ein Flugblatt in die 90er Jahre des 20. Jh.: «Wir protestieren gegen die Kriminalisierung der gewaltlosen Zuger Jugendbewegung und fordern die sofortige Zurücknahme der Strafanträge.»

Nun aber in den ältesten Teil der Stadt Zug, «in die Puppenstube für Denkmalpfleger», wie Niklaus Meienbergs 1984 despektierlich schreibt: «Zug fast wie Dallas». Nach weiteren weniger politischen Beschreibungen über Zuger oder Selbstdarstellungen von Zugerinnen schliessen wir angesichts der fortrückenden Zeit: «Sunnenundergang … im Oobigroot» (1987 Max Huwyler) – und mit Isabelle Kaiser gesprochen (1897): «Schnell verrauscht der Klang der Feste, schnell entflieht der König Mai» – im September!

mit Donatus Stemmle

 

Die Führung findet bei jeder Witterung statt.

Datum:       17. September 2016

Treffpunkt:  09:50 Uhr Zytturm
Kosten:       CHF 5.00, unter 18 Jahren gratis
Anmeldung nicht erforderlich

Schwerpunktführung


Alte Verkehrswege

Werner Weber Steinhausen

Wege und Strassen waren bis vor wenigen Jahren einzig und allein Wanderrouten und Verkehrsachsen. Man benutzte sie als alltägliche Oberfläche, ohne sich zu fragen, wo und auf welchem Grund man sich fortbewegte. 

Die Entwicklung der Stadt Zug ist unentwirrbar verbunden mit der von Zürich aus im Gotthardtransit und teilweise auch im Verkehr in die Innerschweiz erfolgten Verkehrsverlagerung. In neuer Ausrichtung der Route über den Zürichsee und Horgen setzte sich Zug als bedeutendster Verkehrsort des Kantons durch. Wichtige Bedingung dafür war die 1359 erfolgte Verleihung des Rechts, von Zug aus ein Sustfahr, das heisst, einen herrschaftlich kontrollierten Stapel- und Umladeplatz – und damit verbunden einen exklusiven Schiffsdienst zum Weitertransport auf dem See zu betreiben. Die Kaufmannsgüter, die in jener Zeit die zugerische Sust durchliefen, waren vorab Salz, Getreide und Wein. Zudem wurden auch andere Güter wie Käse, Butter, Zieger, Häute, Leder, Tuch, Metalle, Fische, Tabak, Spezereien, Gross- und Kleinvieh transportiert.

Die wichtigste Strasse war deshalb die Säumerstrasse von Horgen über die Sihlbrücke nach Zug.

Zug – ein brückenreicher Kanton

Die älteste Zuger Brücke ist  die unscheinbare, trocken gemauerte Bogenbrücke bei Deinikon. Sie wurde in der Frühneuzeit – Ende des 17. oder Anfang des 18. Jahrhunderts – gebaut und diente dem Saumverkehr zwischen Zug und Horgen. Aus der Mitte des 19. Jahrhunderts bestehen noch zwei weitere gedeckte Holzbrücken. Die Sihlbrücke aus den Jahren 1849/50, die bis 1960 bei Sihlbrugg stand und dann wenige Kilometer flussaufwärts versetzt wurde und die Reussbrücke bei Sins. Aber auch später entstanden noch Brücken, die – wie der Viadukt im Lorzentobel – unsere Aufmerksamkeit verdienen.

 

Die Führung findet bei jeder Witterung statt.

Besammlung: 09.50 Uhr beim Zytturm

Datum: Samstag 15. Oktober 2016

Kosten: CHF 5.00 pro Person,
Teilnehmer/innen unter 18 Jahren gratis

Anmeldung nicht erforderlich